Gleichstellungsstrategie der RWTH Aachen

 

Gleichstellung ist an der RWTH Aachen eine erklärte Leitungsaufgabe, die von der Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs in enger Zusammenarbeit mit dem IGaD und der Gleichstellungsbeauftragten gesteuert wird.

 

Als strategisches Querschnittsthema ist Gleichstellung in die Hochschulentwicklungsplanung integriert und in zentralen Regelungen, Konzepten und Leitlinien fest verankert. Neben dem Gleichstellungskonzept 2017-2022, das explizit auf Chancengleichheit in allen Bereichen der RWTH abzielt, zählen dazu u.a. auch die Präambel der Grundordnung sowie das Leitbild der RWTH, die "Strategie RWTH 2020", die Richtlinie zum Schutz vor Benachteiligungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen oder der Rahmenplan zu den Gleichstellungsplänen der Fakultäten.

Erhöhung der Frauenanteile

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist und bleibt ein Kernanliegen der RWTH. Um die Frauenanteile auf allen akademischen Stufen sowie im wissenschaftsunterstützenden Bereich nachhaltig zu erhöhen, hat sich die Hochschule in ihrem Zukunftskonzept bereits im Jahre 2008 Zielzahlen gesetzt, deren Erfüllung durch entsprechend umfassende Gleichstellungsmaßnahmen angestrebt wird. Insbesondere der Anteil von Frauen an den Professuren soll auf 20 Prozent im Jahre 2020 gesteigert werden.

 

Gleichstellungskonzept 2017-2022

Trotz der in den letzten Jahren erzielten Fortschritte und Erfolge sind nach wie vor Widerstände und Ungleichheiten zu verzeichnen, denen die Hochschule jedoch auch weiterhin aktiv und konsequent begegnen möchte. Mit dem Ziel, die Gleichstellungsaktivitäten im Rahmen einer Gesamtstrategie noch nachhaltiger und wirksamer auszurichten, notwendige Priorisierungen vorzunehmen sowie die zu implementierenden Maßnahmen und ihre Effekte zu evaluieren, haben die Rektoratsstabsstelle IGaD und das Gleichstellungsbüro ein neues Gleichstellungskonzept initiiert. Es wurde im Frühjahr 2017 vom Senat verabschiedet und löst das Konzept aus dem Jahre 2008 ab. Fokussiert wird dabei auf den Schutz vor Benachteiligung und die Ermöglichung von Karrieren, die unabhängig sind von persönlichen Merkmalen und Lebenslagen. Diese Anliegen greifen die sechs Handlungsfelder des Gleichstellungskonzepts - Kulturwandel, Gender Governance, Gender Monitoring, Hochschule als Arbeitsort, Gleichbehandlung und Diskriminierungsschutz sowie Forschung und Lehre - unmittelbar auf.