Hier finden Sie einen ersten Bericht der Prognos AG mit ausführlichen Informationen zum Projekt:
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Weitere Informationen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes finden Sie hier:
Link zur Forschungsprojektseite
Nähere Informationen können in der "Leitline des Rektorats für ein partnerschaftliches Verhalten an der RWTH" nachgelesen werden.
Besonders in den Bereichen des Zugangs zum Studium, bei der Beschäftigung oder der Besetzung von Ämtern an Hochschulen sind Diskriminierungspotentiale vorhanden. Unabhängig davon, ob es um Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, sexuelle Identität oder auch soziale Herkunft geht. Eine systematische Beantwortung dieser Fragestellung wird nun durch ein neues Projekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ermöglicht. Im Gegensatz zu dem Potentialansatz der RWTH Aachen, in dem die Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden generell als Bereicherung angesehen werden, fragt das Projekt nach den Einbruchsstellen einer Diskriminierung.
Die Prognos AG entwickelt seit Anfang 2010 im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ein Indikatorensystem zur Betrachtung der Diskriminierungsfreiheit an Hochschulen. Das neu geschaffene System soll Hochschulen die Möglichkeit bieten, den Status und Entwicklungen der Diskriminierungsfreiheit zu erfassen und sichtbar zu machen. Zudem wird perspektivisch ein Vergleich mit anderen Hochschulen ermöglicht. Insgesamt hat das Projekt „Diskriminierungsfreie Hochschule“ eine Laufzeit von zwei Jahren.
Zur Realisierung des Vorhabens ist die Prognos AG auf die RWTH Aachen als ausgewiesene Hochschule des Gender und Diversity Managements zugegangen. Neben der RWTH Aachen sind zehn weitere Hochschulen an dem Projekte beteiligt, die auf unterschiedlichen Stufen bereits in dem Gebiet der Diskriminierungsfreiheit tätig sind. In den genannten Merkmalsbereichen wird nach den Diskriminierungsrisiken, den bereits vorhandenen und/oder notwendigen Maßnahmen sowie den Möglichkeiten zur Abbildung der Indikatoren gefragt.
- Diversity Management mit der der Rektoratsstelle Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management (IGaD) strukturell an der Hochschule implementiert hat.
- mit dem Runden Tisch „Gleichbehandlung/Antidiskriminierung" eine Plattform geschaffen hat, die Vetreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen Service- und Beratungseinrichtungen (Übersicht der Angebote) einmal im Semeseter zusammenbringt.
- mit der Implementierung eines umfassenden und individuellen Mentoringsystems Studierende mit ihren individuellen Belangen, Stärken und Schwächen umfassend betreut, um so u.a. die Studienabbruchquoten zu senken. Weiter zum Zukunftskonzept exzellente Lehre.
- mit der SchulPROJEKTstelle im Jahr 2011 ein Diversity-sensitives Schnittstellenmanagement Schule-Hochschule aufbaut.
- Barrierefreiheit als umfassenden Ansatz bearbeitet. Zu nennen ist hier insbesondere die praxisorientierte Forschungsarbeit des Forschungsgruppe DESIRE (Deaf and Sign Language Research Team Aachen).
- mit einem Diversity Monitoring die Vielfalt an Aktivitäten in den Dimensionen Bildungsgerechtigkeit, Internationalisierung, Familiengerechtigkeit, Barrierefreiheit und Geschlechtergerechtigkeit zusammenführt und sichtbar macht.
- mit dem Familienservice umfangreiche Service- und Beratungsangebote für RWTH-Angehörige rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Studium anbietet.
Ansprechpartner/in zur Umsetzung an der RWTH Aachen ist die Stabsstelle IGaD. Für eine allgemeine Diskriminierungsfreiheit an der gesamten Hochschule setzten sich ebenfalls die Mitglieder des Runden Tisches „Gleichbehandlung/Antidiskriminierung" ein.
Dr. Andrea Wolffram
Stellvertretende Leitung
RWTH Aachen, Integration Team – Human Resources,
Gender and Diversity Management (IGaD)
Templergraben 55
D-52056 Aachen
Tel.: +49 (0)241 80-90635
Fax.: +49 (0)241 80-92628
E-Mail: andrea.wolffram@igad.rwth-aachen.de
http://www.igad.rwth-aachen.de