Biologie B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2019

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

Termine und Fristen

 

Wenn Bakterien Biomasse in wertvolle Energieträger umwandeln, wenn Gemüse- und Getreidepflanzen auch unter extremen Stressbedingungen gesundes Wachstum zeigen, wenn die Haut eines Wüstenbewohners zum Vorbild für Solarzellenbeschichtung wird und Ökosysteme nachhaltig geschützt werden – dann zeigt die Biologie, dass sie nicht nur Zusammenhänge erforschen, sondern auch Lösungen für die Zukunft anbieten kann.

Neben ihrem Stellenwert als Grundlagenwissenschaft hat die Biologie in den letzten Jahren zunehmend Bedeutung als angewandte multidisziplinäre Disziplin gewonnen, was sich unter anderem in Fachbezeichnungen wie Gentechnologie, Biotechnologie, Biomedizin und Bionik zeigt.

Das Studium der Biologie an der RWTH zielt weit über die klassischen biologischen Disziplinen hinaus und schließt moderne, angewandte und interdisziplinäre Aspekte der Bioressourcen, der Biomedizin, der Bioinformationssysteme sowie der Biotechnologie mit ein. Diese Gebiete sind Schwerpunkte in Forschung und Lehre an der RWTH Aachen.

Aufgrund der technischen Ausrichtung der Hochschule besteht zudem die Möglichkeit vielfältiger und spannender Interaktionen mit den ingenieurwissenschaftlichen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Fächern.

Studierende können sich nach der intensiven Grundlagenausbildung in Mikrobiologie, Zoologie, Botanik, Genetik und Ökologie für einen der fünf Vertiefungsbereiche entscheiden, die die Schwerpunkte der biologischen Forschung in Aachen widerspiegeln:

  • Mikrobiologie und Genetik führen ein in die Welt der Zelle, der Mikroorganismen und des Genoms.
  • Die Biologische Informationsverarbeitung, die Neurobiologie, beschäftigt sich mit neuronalen Reaktionen von der molekularen Ebene bis hin zum Verhalten eines ganzen Organismus´, zum Beispiel allen Phänomenen der Sinneswahrnehmung. In diesen Bereich fällt auch die Informationsbionik.
  • Zell- und Molekularbiologie der Pflanzen fokussieren bespielsweise auf Optimierung von pflanzlicher Biomasse und deren Umwandlung in zukünftige Energieträger oder auf die Erhöhung der Resistenz von Pflanzen gegen Krankheiten.
  • Die Umweltwissenschaften stellen ganze Ökosysteme in den Mittelpunkt – ihre Eigenschaften, ihre Sensibilität, Stabilität und Regulationsmechanismen.
  • Die Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung biologischer Vorgänge – vor allem bei einzelnen Zellen und Mikroorganismen. Hierunter fallen zum Beispiel die grüne, rote und weiße Biotechnologie, die Gentechnologie und die Bioverfahrenstechnik.
 

Tag der Aachener Biologie und Biotechnologie

  1. Die Aachener Biologie und Biotechnologie (ABBt) informiert einmal im Jahr zu ihrem Studienangebot. Vorträge, Vorführungen und persönliche Gespräche mit Angehörigen der Institute bieten Einblicke in Studium und Beruf.    Veranstaltungen der Fachgruppe Biologie.
 

Studienverlauf

Der für die RWTH-Ausbildung typische hohe Anteil an Laborpraktika und die experimentelle Bachelorarbeit vermitteln schon früh Einblicke in die naturwissenschaftliche Methodik. Exkursionen im Bereich der Ökologie führen in die Methoden der Freilandarbeit ein.

Studierende werden zudem darin unterstützt, durch Praktika oder Abschlussarbeiten weitere Erfahrungen in kooperierenden Forschungseinrichtungen, zum Beispiel Fraunhofer Institute und Forschungszentrum Jülich, oder in Unternehmen zu erwerben.

Studienstruktur

Semester Biologische Module Mathematische, chemische und physikalische Module
1

Biologie der Zelle, Bau der Organismen I:
Tiere, inklusive Praktikum

Mathematik; Anorganische Chemie, inklusive Praktikum
2

Genetik, Bau der Organismen II:
Pflanzen, inklusive Praktikum und Mikrobiologie

Organische Chemie, inklusive Praktikum; Physik
3 Biochemie, inklusive Praktikum; Mikrobiologisches Grundpraktikum; Biotechnologie; Tierphysiologie; Pflanzenphysiologie

Physik, inklusive Praktikum; Physikalische Chemie

4 Pflanzenphysiologie, inklusive Praktikum; Ökologie, inklusive Bestimmungsübungen und Exkursionen; Quantitative Biologie und Computeranwendungen; Tierphysiologie, inklusive Praktikum Physikalische Chemie,
inklusive Praktikum
5

Quantitative Biologie und Computeranwendungen; Zusatzqualifikation, zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Medizin, Ingenieurwissenschaft oder Sprache

Vertiefungsbereich:

Eines aus fünf Vertiefungsmodulen

6 Zusatzqualifikation, zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Medizin, Ingenieurwissenschaft oder Sprache; Projektorientiertes Methodenpraktikum; Bachelorarbeit; Abschlusskolloquium

Auslandsprogramme

Weltweit arbeiten Forschungseinrichtungen an biologischen Fragestellungen von globaler Bedeutung. Daher ist es für Studierende eine unersetzliche Erfahrung, während ihrer Ausbildung an Kooperationsprogrammen mit internationalen Hochschulen oder Forschungsinstituten teilzunehmen. Die Fachgruppe für Biologie offeriert weltweit Studien- und Praxismöglichkeiten. Allein im EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ pflegt sie Partnerschaften mit 32 renommierten europäischen Hochschulen. Weitere Kooperationen ermöglichen Studien- oder Praxisphasen in Nordamerika, Südamerika, Kanada, China, Japan, Korea, weiteren asiatischen Staaten sowie Australien.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA-League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP-Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen. Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Über die fachspezifischen Angebote informiert die Webseite der Fachgruppe.

 

Entscheidungshilfen

Die Biologie an der RWTH ist klar anwendungsorientiert, Fächer der klassischen Biologie treten demgegenüber in den Hintergrund. Dies zeigt sich besonders in der Auswahl an Vertiefungsmodulen im fünften Semester.

Ein Biologiestudium an der RWTH bietet zunächst eine breite Grundausbildung in Chemie, Physik und Mathematik. Ein Interesse an anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen sollte daher vorhanden sein. Das Studium verschafft zuerst einen allgemeinen Überblick in den Grundlagenfächern der Biologie. Anschließend bietet sich dann eine interessensabhängige freie Wahl des vertieften Studiums. Biologie an der RWTH Aachen bedeutet auch, dass man einer technischen und kommerziellen Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse positiv gegenübersteht. Erste Eindrücke von den Anforderungen können Schülerinnen und Schüler in Vorlesungsbesuchen, in der Schüleruni oder in der Hochschulhospitationswoche sammeln.

 

Mediathek

Sie wünschen sich noch mehr Einblicke und Eindrücke? Nutzen Sie die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten! Unsere Empfehlungen finden Sie in der Mediathek.

 

Bewerbung

Studieninteressierte mit einer deutschen Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, sowie Angehörige eines EU- oder EWG-Staates mit internationalem Schulabschluss bewerben sich im Dialogorientierten Serviceverfahren bei Hochschulstart, Stiftung für Hochschulzulassung. Alle anderen Personen müssen sich direkt an der RWTH Aachen bewerben.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Neben einem großen Interesse für biologische Fragestellungen sind Grundkenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie oder zumindest die Bereitschaft, diese Kenntnisse im Studium zu erwerben, erforderlich. Studieninteressierte können Ihre Kenntnisse in Mathematik und Chemie schon vor dem Studium in Vorkursen auffrischen und vertiefen.

Einschreibungsvoraussetzung

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment Mathematik und Naturwissenschaften

 

Berufsperspektiven

Die Entwicklung der Biologie hin zu einer modernen, anwendungsorientierten und interdisziplinären Wissenschaft eröffnet viele Berufsfelder für Biologinnen und Biologen. In erster Linie ist hier die wissenschaftliche Forschung zu nennen.

Aber auch die Pharmabranche, die Agrarindustrie und die Medizin bieten interessante Berufseinstiege. Hier profitieren Biologinnen und Biologen vor allem von ihren Kompetenzen in den molekularen Methoden.

Viele Studierende streben eine Beschäftigung im Naturschutz, in der Landschaftsgestaltung oder in der Folgenabschätzung und Begutachtung von ökologisch relevanten Eingriffen an. In diesen Bereichen sorgt der gesetzlich verankerte Naturschutz für dauerhaft solide Einstiegschancen.

Absolventinnen und Absolventen der RWTH sind anwendungsbezogen ausgebildet, das heißt, sie kennen die Schnittstellen zur Technik und haben diverse Zusatzqualifikationen. Damit sind sie nicht nur gut vorbereitet für biologische Einsatzbereiche, sondern auch für Tätigkeiten zum Beipiel im Qualitätsmanagement, in der Produktentwicklung, im Marketing oder Vertrieb. Auch Unternehmensberatungen stellen sie gerne ein – hier ist ihre exakte, konsequente und systematische Denk- und Arbeitsweise gefragt.

Die Bundesagentur für Arbeit gibt jährlich Untersuchungen über den Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademiker in Deutschland heraus. Hier finden Sie die aktuellen Broschüren zum Download.

 

Masterperspektiven

Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums können ihr Studium im gleichnamigen Masterprogramm fortsetzen. Es bietet ähnliche Spezialisierungsrichtungen wie der Bachelorstudiengang: Mikrobiologie und Genetik, Biologische Informationsverarbeitung, Pflanzenwissenschaften, Umweltwissenschaften, Molekular- und Zellbiologie. Einzig die Biotechnologie ist nicht mehr als Vertiefung wählbar.

Alternativ zum Masterstudiengang Biologie kann jedoch das Masterprogramm Molekulare und Angewandte Biotechnologie belegt werden. In diesem Fall empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Fachstudienberatung, um das Bachelorstudium entsprechend auszurichten.

Mit rechtzeitigen Anpassungen im Bachelorstudium eröffnet sich Interessierten auch die Möglichkeit, den Master Ökotoxikologie oder den interdisziplinären Studiengang Biomedical Engineering zu wählen.

 

Prüfungsordnung

Regelungen, die grundsätzlich für alle Bachelor- und Masterstudiengänge gelten, sowie detaillierte Angaben zum Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse finden sich in der Übergreifenden Prüfungsordnung der RWTH. Prüfungsordnungen werden aufgrund ihrer Rechtsverbindlichkeit nur in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die fachspezifische Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Bachelorstudiengang Biologie wird angeboten von der Fachgruppe Biologie in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.