Aufenthaltserlaubnis

 

Wenn Sie Angehörige oder Angehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, EU, oder eines der anderen Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums, EWR, sind, benötigen Sie für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich kein Visum. Bei einer Aufenthaltsdauer von weniger als drei Monaten reichen der Besitz eines gültigen Passes beziehungsweise Personalausweises sowie die Meldebescheinigung, die Ihnen nach der Anmeldung Ihres Wohnsitzes ausgehändigt wird, aufenthaltsrechtlich aus.

Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika benötigen für die Einreise kein Visum, müssen aber nach Anmeldung ihres Wohnsitzes in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis beim Ausländeramt beantragen (siehe unten). Bürgerinnen und Bürger der Schweiz müssen nach der Anmeldung des Wohnsitzes eine Aufenthaltskarte beim lokalen Ausländeramt beantragen.

Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit als die der oben genannten Staaten besitzen, benötigen Sie für die Einreise nach Deutschland ein Visum zum Zwecke der Promotion, der Forschung oder der Ausübung einer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Hochschule. Dieses Visum berechtigt Sie, nach der Einreise eine Aufenthaltserlaubnis zum entsprechenden Zweck zu beantragen.

Wo kann die Aufenthaltserlaubnis beantragt werden?

Für alle internationalen Forschenden der RWTH Aachen mit Erstwohnsitz in Aachen ist die Geschäftsstelle des Ausländeramtes der Städteregion Aachen an der RWTH im SuperC zuständig. Bei Google Maps: Templergraben 57, 52062 Aachen.

Ausnahme

Forschende, die sich vor ihrem Aufenthalt in Aachen an einem anderen Ort in Deutschland aufgehalten haben und eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck als dem in Aachen geplanten Zweck besitzen, müssen wegen Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis in Aachen zum Ausländeramt der Städteregion Aachen am Hauptbahnhof gehen. Bei Google Maps: Hackländerstraße 1, 52062 Aachen. Für weitere Verlängerungen ist dann die Geschäftsstelle des Ausländeramtes an der RWTH Aachen zuständig.

Wann muss die Aufenthaltserlaubnis beantragt werden?

Die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis ist im Prinzip innerhalb von zwei Tagen nach Anmeldung des Wohnsitzes möglich. Wir weisen jedoch darauf hin, dass von Ende August bis Anfang November besonders viele neue internationale Studierende in Aachen ankommen. Daher müssen Sie sowohl beim Bürgerservice/Einwohnermeldeamt als auch beim Ausländeramt mit großem Andrang und längeren Wartezeiten rechnen.

Das Einreisevisum ist im Regelfall noch einige Wochen nach Ihrer Einreise gültig. Sie haben daher entsprechend Zeit, Ihre Aufenthaltserlaubnis zu beantragen, jedoch sollte dies spätestens vier Wochen vor Ablauf des Einreisevisums erfolgen.

In der oben genannten Zeit sollten Sie die Aufenthaltserlaubnis nur dann kurz nach der Anmeldung des Wohnsitzes beantragen, wenn es unbedingt erforderlich ist – zum Beispiel wenn Sie die Aufenthaltserlaubnis zur Vorlage bei der Personalabteilung im Rahmen eines Einstellungsverfahrens benötigen.

Eine Reise in die EU-Nachbarländer, die dem Schengener Abkommen beigetreten sind, ist erst möglich, wenn Sie im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis für Deutschland sind!

Wie wird die Aufenthaltserlaubnis beantragt?

Beim Ausländeramt erhalten Sie einen Antrag auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Dort können Sie den Erstantrag unter Downloads herunterladen.

Folgende Unterlagen müssen Sie mit dem Antrag vorlegen:

  • Ihren Pass mit gültigem Einreisevisum
  • ein aktuelles, biometrisches Passfoto
  • einen Nachweis über den Aufenthaltszweck, zum Beispiel die Zulassung zur Promotion, eine Bescheinigung Ihres gastgebenden Instituts, die den Grund Ihres Aufenthaltes bestätigt beziehungsweise die Zusage Ihrer Einstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter durch die Personalabteilung der RWTH Aachen
  • im Falle eines Promotionsvorhabens: eine aktuelle Studienbescheinigung, falls Sie zur Promotion eingeschrieben sind – diese können Sie aus RWTHonline drucken
  • einen Finanzierungsnachweis, zum Beispiel eine Stipendienbescheinigung bei Finanzierung durch ein Stipendium, einen Arbeitsvertrag beziehungsweise eine Bescheinigung über anderweitige Finanzierung – entsprechend den Unterlagen, die Sie in Ihrem Heimatland bei der Beantragung des Visums vorgelegt haben
  • einen Nachweis über die Krankenversicherung

Bei Erteilung der Aufenthaltserlaubnis werden Gebühren erhoben: 100 Euro bei der ersten Erteilung der Aufenthaltserlaubnis und 93 - 96 Euro für jede Verlängerung. Stipendiatinnen und Stipendiaten deutscher Stipendienorganisationen sind von der Zahlung dieser Gebühren befreit.

Die Aufenthaltserlaubnis ist an den Aufenthaltszweck gebunden und immer zeitlich befristet. Die Aufenthaltserlaubnis kann bei entsprechender Projektdauer für zwei Jahre erteilt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Finanzierung für diesen Zeitraum nachgewiesen ist.

Wann muss die Aufenthaltserlaubnis verlängert werden?

Denken Sie daran, die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis rechtzeitig, nach Möglichkeiten vier Wochen vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis, beim Ausländeramt zu beantragen. Hier können Sie den Verlängerungsantrag unter Downloads herunterladen.

Folgende Unterlagen müssen Sie mit dem Verlängerungsantrag vorlegen:

  • Ihren Pass und den noch gültigen elektronischen Aufenthaltstitel mit Zusatzblatt
  • ein aktuelles Passfoto gemäß den offiziellen Richtlinien
  • im Falle eines Promotionsvorhabens: eine aktuelle Studienbescheinigung, falls Sie zur Promotion eingeschrieben sind – diese können Sie aus RWTHonline drucken. Nach Ablauf von vier Jahren müssen Sie außerdem eine Bescheinigung Ihrer Doktormutter oder Ihres Doktorvaters vorlegen, in der angegeben ist, wann ein Abschluss des Promotionsvorhabens zu erwarten ist.
  • im Falle einer Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter: Ihren neuen Arbeitsvertrag
  • wenn Sie sich anders finanzieren: einen Ihrer Situation entsprechenden Finanzierungsnachweis, zum Beispiel eine Stipendienbescheinigung, die Verpflichtungserklärung einer dritten Person, ein Sparguthaben in ausreichender Höhe und so weiter. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte direkt an das Ausländeramt.
  • einen Nachweis über die Krankenversicherung

Was muss bei einem Familiennachzug beachtet werden?

Wenn ein Familiennachzug von Ehepartnerin oder Ehepartner und/oder minderjährigen Kindern geplant ist, werden Sie bei der Beantragung der entsprechenden Aufenthaltserlaubnisse folgende Unterlagen benötigen:

  • eine internationale Heiratsurkunde im Original und amtliche deutsche Übersetzung
  • Geburtsurkunden der Kinder im Original und amtliche deutsche Übersetzungen
  • einen Nachweis über die hiesige Wohnungsgröße
  • Nachweise über die Finanzierung der Familie
  • einen Nachweis darüber, dass alle Familienmitglieder krankenversichert sind