RWTH-Altkanzler Jürgen Keßler verstorben

21.10.2014

Jürgen Keßler, von Januar 1988 bis Februar 2000 Kanzler der RWTH Aachen, ist am 16.10.2014 verstorben. Während seiner Dienstzeit als dritter Kanzler der RWTH gehörte Keßler den Rektoraten mit den Rektoren Klaus Habetha, Roland Walter und Burkhard Rauhut an.

 

Jürgen Keßler wurde 1935 in Siegen in Westfalen geboren. Er studierte in Marburg Rechtswissenschaften, legte die Erste juristische Staatsprüfung in Frankfurt und die Zweite juristische Staatsprüfung 1966 in Hamm ab. Schon früh sammelte er Erfahrungen in der Hochschulverwaltung - zunächst in der Universität Münster, anschließend als Personaldezernent und Vertreter des Kanzlers in der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Dortmund. 1971 wechselte er in das Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Düsseldorf, 1979 übernahm er als Ministerialrat die Leitung des Hochschulreferates für die Universität Münster. Außerdem war er in der Landeshauptstadt zuständig für staatskirchenrechtliche Fragen, und er pflegte die Kontakte zu den Vertretungen der Kirchen bei Landtag und Landesregierung.

Unter der Verwaltungsleitung von Jürgen Keßler wurden an der RWTH unter anderem der effiziente Umgang mit der Finanzautonomie erprobt, ein vielseitiges Controlling-System etabliert, die Datenverarbeitung ausgebaut, neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, das Angebot in Berufsausbildung und Weiterbildung vergrößert sowie die Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt.

Neben einer Vielzahl von Mitgliedschaften in Beiräten, Vorständen oder Verwaltungsräten innerhalb der Hochschule oder auf lokaler Ebene engagierte sich Keßler auch über die Region hinaus. So war er über drei Jahre Mitglied des Gründungssenats der Technischen Universität Cottbus, was diese 1995 mit der Verleihung der Ehrensenatorwürde honorierte. Hilfestellung leistete der Aachener Hochschulkanzler auch im Rahmen eines EU-Projektes beim Verwaltungsaufbau der Universität Kiew.

Redaktion: Presse und Öffentlichkeitsarbeit