Das IGaD organisierte in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Aachen die Ringvorlesung "Gender-Medizin" im WS 2010/11.

Das Integration Team unterstützt die Entwicklung von Maßnahmen, die fächerübergreifendes Lernen, interdisziplinäre Studienanteile sowie projekt- und berufspraktische Studien berücksichtigen. Unterschiedliche Aspekte im Studierverhalten von Frauen und Männern werden dabei ebenso berücksichtigt wie Unterschiede in den jeweiligen Fachkulturen, um eine Erhöhung des Anteils von Frauen und Personen mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen zu erreichen.
Perspektivisch ist das Screening von Fakultäten angedacht, um bereits bestehende Best Practice zu identifizieren und damit gegebenenfalls für andere Fakultäten verfügbar zu machen. Auf Basis des Screenings wird das Integration Team bei der Modifizierung von Curricula hinsichtlich Gender und Diversity und deren Modul-Entwicklung beratend und unterstützend tätig sein.
Das Integration Team kooperiert mit der zentralen Hochschulverwaltung, Abteilung Lehre, hinsichtlich der Evaluation von Studium und Lehre. Das Integration Team war Mitglied in der Unterkommission „Studentische Lehrveranstaltungsbewertung“ und trug damit zur Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten in den Erhebungsinstrumenten der Lehrveranstaltungsbewertungen bei. (Weitere Informationen auf den Webseiten der Studentische Lehrveranstaltungsbewertung an der RWTH Aachen.)
Die RWTH Aachen vergibt Stipendien für fachdidaktische Promotionsthemen in den naturwissenschaftlichen Fächern. Über diese Promotionen soll ein Kooperationsprojekt der unterschiedlichen Fachdidaktikstellen der naturwissenschaftlichen Fachbereiche zur Entwicklung von Weiterbildungsmodulen für Lehrerinnen und Lehrer umgesetzt werden. Damit ist das Ziel verbunden, den Transfer zwischen Wissenschaft und Schule anzuregen und langfristig mehr Schülerinnen und Schüler für ein naturwissenschaftliches Studium zu gewinnen.
Hinter dem Konzept der Stipendienvergabe im fachdidaktischen Bereich der Naturwissenschaften steht das Ziel, mit den Stipendien zugleich eine Erhöhung des Frauenanteils an den Promotionen in den Fachwissenschaften zu erreichen. Der erste Call, in dem fünf Stipendien ausgeschrieben wurden, zeigte positive Signale in diese Richtung. Die Stipendien konnten an erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler – zwei Mathematikerinnen, eine Biologin, eine Chemikerin und ein Informatiker - vergeben werden.
Die Expertise des IGaD wurde vom Pro-Rektor für Lehre für die Integration von Gender und Diversity Aspekten in das Zukunftskonzept Lehre der RWTH Aachen angefragt. Das Konzept wurde in den Wettbewerb "Exzellenz in der Lehre" des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft erfolgreich eingereicht. Weitere Informationen in der offiziellen Pressemitteilung der RWTH Aachen.