Das Mentoring-Handbuch enthält:
Im Hinblick auf die Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Universitäten ist es eine ihrer zentralen Aufgaben, bislang ungenutzte Potentiale zu erschließen und neue Konzepte für eine optimale Aus- und Weiterbildung zu erstellen. Vor allem weibliche Nachwuchskräfte sind bei der Verwirklichung der eigenen Karrierepläne oftmals auf sich selbst gestellt. Eine wirkungsvolle Strategie, eine Karriere im universitären Umfeld erfolgreich umzusetzen, kann im zielgerichteten Austausch mit einer unterstützenden Person entwickelt werden, die ihre Erfahrungen auf diesem Weg bereits gemacht hat. Hier setzen Mentoring–Programme an.
Das von Univ.-Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten entwickelte Konzept einer geschlechtergerechten Personalentwicklung durch das Instrument Mentoring wird an der RWTH Aachen eingesetzt, um gezielt weiblichen Nachwuchs in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Stufen zu gewinnen und zu halten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Nachwuchskräften aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Seit der Entwicklung des ersten Programms TANDEM im Jahre 2002 gibt es aktuell 7 TANDEM-Mentoring-Programme für unterschiedliche Zielgruppen.
Alle Programme basieren auf den Modulen Mentoring, Training und Networking. An der RWTH Aachen findet die klassische Form des One-to-one-Mentoring Anwendung, bei der die Nachwuchskräfte von je einer erfahrenen Mentorin bzw. einem erfahrenen Mentor fachlich und ideell unterstützt werden. Im Vordergrund stehen gute persönliche Kontakte und funktionierende Arbeitsbündnisse (= Tandems). Die Mentorinnen und Mentoren stehen den Mentees für die Dauer eines Jahres beratend zur Seite, geben kritisch-konstruktives Feedback, unterstützen sie bei der Entwicklung ihrer Potentiale, Kompetenzen und Zielstrategien und geben Anstöße zur persönlichen Weiterentwicklung.
Darüber hinaus werden begleitende, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zugeschnittene Weiterbildungsmodule (Seminare, Workshops) angeboten. Alle Mentoring–Programme umfassen Networking-Module, um die Vernetzung der Mentees in der Scientific Community zu stärken. Auch die Mentorinnen und Mentoren haben die Möglichkeit zur Vernetzung.
Gemeinsames Ziel aller TANDEM-Mentoring-Programme an der RWTH Aachen ist es, die Mentees individuell zu unterstützen und zu einer Karriere in der Wissenschaft zu ermutigen. Gleichzeitig berücksichtigen sie die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Zielgruppen.
| Zielgruppe | Programme |
|---|---|
Schülerinnen und Schüler mit Interesse an den MINT-Fächern |
TANDEMkids (Jahrgangsstufe 6 bis 9) TANDEMschool (ab Jahrgangsstufe 10) |
| Studentinnen ab dem 4. Semester | TANDEMmed (für die Medizinische Fakultät) TANDEM (alle anderen Fachrichtungen) |
| Doktorandinnen | TANDEM (alle Fachrichtungen außer Medizin) TANDEMplus (Natur- und Ingenieurwissenschaften) |
| Doktorandinnen und Doktoranden | TANDEMpeerMED (für die Medizinische Fakultät) |
| Postdoktorandinnen |
TANDEMplus (Natur- und Ingenieurwissenschaften) TANDEMplusMED (für die Medizinische Fakultät) TANDEMplusIDEA (2010 abgeschlossen) |
| Postdoktorandinnen und Postdoktoranden | TANDEMpeerMED (für die Medizinische Fakultät) |