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RWTH Aachen Exzellenzinitiative Integration Team - Integration Team - Human Resources, Gender and Diversity Management

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Verbundprojekt
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Hochqualifizierte Migrantinnen in der technologischen Spitzenforschung an Hochschulen (abgeschlossen im April 2011)


Das am IGaD angesiedelte Forschungsprojekt ist Teil des Verbundprojektes „Die Integration hochqualifizierter Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt – Effekte der Migration auf die Karriereverläufe hochqualifizierter Frauen in Technologiebranchen“, das an den Universitäten HU Berlin, RWTH Aachen und der TU Hamburg-Harburg durchgeführt wird.

Zentrales Ziel des Projektes ist es, Erkenntnisse über die wesentlichen Bedingungen zu gewinnen, die Kontinuität und Erfolg im Karriereverlauf von hochqualifizierten Frauen an Hochschulen ermöglichen sowie die Ursachen zu konkretisieren, die zu Karrierebrüchen führen. Ausgangssituation der Studie ist das Missverhältnis zwischen der niedrigen Partizipation von Frauen in weiten Teilen der naturwissenschaftlichen und technischen Fächer an Hochschulen sowie ihren im Vergleich zu Männern durchschnittlich schlechteren Karriereperspektiven auf der einen Seite und dem zunehmenden Wettbewerb unter Hochschulen um die „besten Köpfe“ auf der anderen Seite.

Der Fokus der Studie liegt dabei auf hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen aus osteuropäischen Ländern, die in diesen Ländern in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern in einem weitaus höheren Grad vertreten sind als in Deutschland und auch anderen westeuropäischen Ländern. Als in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund können sie damit ihre oftmals stärkere Integration in diesen Fächern in ihrer Herkunftsgesellschaft mit den Bedingungen an deutschen Hochschulen vergleichen. Der gewählte Zugang zur Forschungsfrage, d.h. insbesondere die Analyse der Erwerbsverläufe hochqualifizierter Migrantinnen aus Naturwissenschaften und Technik ermöglicht darüber hinaus die Evaluation kultureller Normen und Idealvorstellungen einer Gesellschaft hinsichtlich der Zugangschancen von Frauen und Männern zu den Spitzenpositionen in Forschung und Wissenschaft.

In dem die spezifische Situation von hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen in Naturwissenschaften und Technik mit Migrationshintergrund auf dem deutschen „universitären“ Arbeitsmarkt untersucht wird, wird zugleich die Bedeutung von Mechanismen der Dequalifzierung und des Ausschlusses aus universitären Laufbahnen aufgrund des Geschlechts kontextualisiert mit der Bedeutung von Staatsangehörigkeit bzw. des Migrationshintergrunds.

In qualitativen Interviewstudien werden zunächst die Erfahrungen und Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus Hochschule, Politik und Berufsverbänden hinsichtlich der Integration und Karrierechancen von Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund an deutschen Hochschulen erhoben, die in die Entwicklung von Interviewleitfäden mit den hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund einfließen. In teilbiografischen Interviews mit den hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen werden dann deren Erwerbsverläufe rekonstruiert, um insbesondere die Mechanismen weiblicher erfolgreicher bzw. verhinderter wissenschaftlicher Karrieren aufzudecken.

Vor dem gewonnenen Erkenntnishintergrund hinsichtlich der Chancen und strukturellen Anforderungen an erfolgreiche Karriere von hochqualifizierter Migrantinnen in Forschung und Wissenschaft sollen schließlich Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen für hochschulpolitische Akteurinnen und Akteure in Hochschule und Politik entwickelt und mit diesen diskutiert werden.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Bekanntmachung „Frauen an die Spitze“ des BMBF und hat eine Laufzeit von Mai 2009 bis April 2011.

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten zum Projekt.

Am 17. und 18. März 2011 fand in Aachen im Rahmen des Projekts die internationale Abschlusskonferenz „Going global? (Hoch-)qualifizierte MigrantInnen und gesellschaftliche Teilhabe“ statt.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Logo der Europäischen Union ESF - Europäischer Sozialfonds für Deutschland

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