Gleichstellung, Chancengerechtigkeit & Gender Mainstreaming

  Darstellung der Gender Governance innerhalb der RWTH Urheberrecht: © GSB, RWTH Aachen University

Gleichstellung und Chancengerechtigkeit sind grundlegende Prinzipien der Hochschulkultur der RWTH Aachen University– sowohl in Forschung, Lehre, Studium und Beruf als auch im Hochschulmanagement.

 

Auf der Leitungsebene ist das Gender und Diversity Management im Prorektorat für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs und im Prorektorat für Internationales verankert. Sie kooperieren dabei eng mit der Rektoratsstabsstelle Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management (kurz IGaD) sowie dem Gleichstellungsbüro. Zentrale Anlaufstelle für die Koordination und Vernetzung aller Prozesse und Aktivitäten im Kontext von Gender, Diversity und Inklusion ist seit 2007 das IGaD. Die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt die Hochschule bei der Erfüllung ihres rechtlichen Auftrags nach dem Landesgleichstellungsgesetz NRW. Die Hochschule wird in Gleichstellungsangelegenheiten auch durch die Gleichstellungskommission des Senates unterstützt.

Als strategisches Querschnittsthema ist Gleichstellung in die Hochschulentwicklungsplanung integriert und in zentralen Konzepten und Leitlinien fest verankert. Neben dem Gleichstellungskonzept 2017-2022, das explizit auf Chancengleichheit in allen Bereichen der RWTH abzielt, zählen dazu u.a. auch die Präambel der Grundordnung sowie das Leitbild der RWTH, die "Strategie RWTH 2020", die Richtlinie zum Schutz vor Benachteiligungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) der RWTH oder der Rahmenplan zu den Gleichstellungsplänen der Fakultäten.

Für die Beschäftigten und Studierenden der RWTH gibt es zahlreiche zentrale Angebote und Maßnahmen, so beispielsweise die AGG Beschwerdestelle , den Familienservice des Gleichstellungsbüros , Angebote und Programme für Schülerinnen, Schüler und Studieninteressierte . Das Lehr- und Forschungsgebiet Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften

Gender Strategie - Erhöhung der Frauenanteile auf allen Statusebenen

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist und bleibt ein Kernanliegen der RWTH. Um die Frauenanteile auf allen akademischen Stufen sowie im wissenschaftsunterstützenden Bereich nachhaltig zu erhöhen, hat sich die Hochschule in ihrem Zukunftskonzept bereits im Jahre 2008 Zielzahlen gesetzt, deren Erfüllung durch entsprechend umfassende Gleichstellungsmaßnahmen angestrebt wird. Der Anteil von Frauen an den Professuren soll auf 25 Prozent im Jahre 2030 gesteigert werden.

 

Die RWTH Aachen stellt sich regelmäßig relevanten Zertifizierungs- und Wettbewerbsverfahren im Bereich Chancengerechtigkeit. So wird die Hochschule beispielsweise seit 2005 regelmäßig mit dem Prädikat TOTAL E-QUALITY ausgezeichnet. Seit 2018 ist die RWTH dauerhaft als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Als Mitglied der DFG hat sich die RWTH im Jahr 2017 zum wiederholten Mal den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG verpflichtet. Sichtbarer Ausdruck davon ist das Serviceangebot Gender Consulting für Forschungsanträge und –projekte, das Forschungsantragsstellende zu den Gender- und Diversity-Inhalten der Anträge berät und Drittmittelprojekte bei der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen unterstützt. Gemeinsam mit der Universität zu Köln entwickelte die RWTH zudem im Jahr 2018 Leitlinien zur Chancengerechtigkeit als gemeinsame Standards zur Stärkung von Diversität, Perspektivenvielfalt und Chancengerechtigkeit. Weitere Unterzeichnerinnen sind die Technische Hochschule Köln, das Forschungszentrum Jülich sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Darüber hinaus ist die RWTH an drei EU-Projekte zur Umsetzung institutionellen Wandels in Wissenschaft und Forschung durch die Implementierung von Gleichstellungsplänen beteiligt: Supporting and implementing Plans for Gender Equality in Academia and Research (SPEAR), CHAlleNging Gender (In)Equality in science and research (CHANGE) und Leading Towards Sustainable Gender Equality Plans in research performing organisations (LeTSGEPs).