Koordination von Softwareumgebung, Rechnerbetrieb

  Drittes Arbeitspaket

HPC Software Ökosystem

Um eine Mobilität von Anwendern zwischen den HPC-Zentren und insbesondere zwischen Zentren unterschiedlicher Ebenen in der Leistungspyramide zu erleichtern, sind ähnliche Softwarevoraussetzungen, insbesondere für die jeweiligen Kernanwendungen, sinnvoll. Um Daten über die verwendete HPC Software, die Intensität der Nutzung und die Beratungsexpertise zu erhalten, soll in einem ersten Schritt der Bedarf erhoben werden. Die Resultate dieser Kartierung können dazu genutzt werden, um Nutzer zielgerichtet zu HPC- Zentren mit entsprechenden Lizenzen und Beratungsexpertise zu leiten. Für breit genutzte Software kann durch eine Bündelung der Bedarfe die Verhandlungsposition für Landeslizenzen verbessert werden.

Die zentrumsübergreifende Sicht auf das HPC -Ökosystem soll auch Potentiale zur Harmonisierung der Softwareausstattung aufzeigen, welche die Mobilität zwischen den Zentren und HPC-Ebenen fördert, die landesweite Beratungskompetenz erhöht und die Position bei Lizenzverhandlungen weiter stärkt. Die beantragten Investitionsmittel dienen der Harmonisierung und spezifischen Ergänzung der Softwareausstattung. Wo immer möglich, sollen (zumindest) Dual-Vendor Strategien verfolgt werden und frei verfügbare Software besondere Berücksichtigung finden. Weit verbreitete Softwarepakete können von Landesverträgen und gemeinsamen Lizenzservern profitieren.

Kompetenznetzwerk für Betriebsfragen

Ein enger Erfahrungsaustausch zum Betrieb der Rechen- und Speicheranlagen wird organisiert, um jeweils lokal vorhandene Expertise für das gesamte Netzwerk nutzbar zu machen, Spezialisierung zu ermöglichen und somit eine Qualitätssteigerung zu erreichen.

Der Erfahrungsaustausch findet bereits seit Dezember 2017 in Form der NRW HPC Administratorentage zweimal pro Jahr statt und wird im Rahmen von hpc.nrw fortgeführt. Dabei konnten Synergien zwischen den einzelnen Einrichtungen identifiziert und Vorträge zu deren Vertiefung organisiert werden. Inhalt der Beratungen kann eine Vereinheitlichung von HPC-Software, des Modulkataloges und der Konfiguration von Batchsystemen sein, so dass Best Practices entwickelt werden, die zentrumsübergreifend Anwendung finden.

In hpc.nrw erfolgt ein Austausch und wo sinnvoll eine Abstimmung und Harmonisierung der eingesetzten Software Stacks (Linux, Betriebs- und Nutzerumgebung) und moderner Softwaretechnologien (z.B. Container) zur Verbreitung der Nutzerbasis von HPC-Systemen.

 

Ansprechpartner für das Arbeitspaket ist

Universität Paderborn,