Hintergründe & Ziele

 

Der Wissenschaftsrat stellt in seinen Empfehlungen zur „Strategischen Weiterentwicklung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens in Deutschland“ das Thema HPC als entscheidenden Standortfaktor im internationalen wissenschaftlichen und industriellen Wettbewerb dar. In vielen Wissenschaftsbereichen haben sich in der Forschung die computergestützte Simulation und Datenanalyse als unverzichtbare Brücke zwischen Theorie und Experiment etabliert. Entwicklungen im Hoch- und Höchstleistungsrechnen, die sich unter den Schlagwörtern Simulation Science und Data Intensive Science zusammenfassen lassen, sind von entscheidender Bedeutung für eine Vielzahl von Wissenschaftsbereichen.

Das Land Nordrhein-Westfalen verfügt über ein ausdifferenziertes Ökosystem von Hochleistungsrechenanlagen der Ebenen 0 und 1 der HPC-Versorgungspyramide (Forschungszentrum Jülich), über Anlagen der Ebene 2 (Aachen, Köln, Paderborn) bis zu Hochleistungsrechnern der Ebene 3 an fast allen Universitätsstandorten. Die Arbeitsgruppe HPC der Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW) hat vor diesem Hintergrund ein HPC-Landeskonzept entwickelt mit dem Ziel, das HPC-Ökosystem in Nordrhein-Westfalen innerhalb des nationalen HPC-Kontexts weiter zu entwickeln.

Mit hpc.nrw werden zwei Maßnahmen des HPC-Landeskonzeptes verbunden und umgesetzt:

  1. Etablierung eines Beratungsnetzwerks HPC

    • Schaffung personeller und organisatorischer Voraussetzungen, damit neben reiner Hardware-Infrastruktur auch wissenschaftliche Dienstleistung bereit bestellt werden können.

  2. Strukturierte Bereitstellung von HPC Ressourcen auf den Ebenen 2 und 3
    • Unterstützung der Nutzer bei der Auswahl der passenden Ebene, des Clusters und ggf. der Rechenzeit-Antragsstellung.
    • Etablierung einheitlicher und wissenschaftsgeleiteter Beantragungs- und Bewilligungsverfahren auf der Ebene 2.
    • Vernetzung der Betreiber von Rechenanlagen mit dem Ziel, die Qualität des Betriebes (Softwareausstattung, Überwachung, Auslastung, Effizienzkontrolle) zu fördern.